Kerstin & Michael Waldvogel von Otzberg
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Kloster Haina: Regesten und Urkunden bis A.D.1400

Auszüge aus den Urkunden und Regesten des Klosters Haina zu Familie Waldvogel

Quelle : Regesten und Urkunden des Klosters Haina

900     Ziegenhain 1300 April 16

Graf Gottfried von Ziegenhain und seine Gemahlin Mechthild ver­kaufen dem Kloster Haina für 84 Mark kölnischer Pfennige ihre sämt­lichen Güter in der Gemarkung des Dorfes Warnbach (Wampbach), nämlich zwei Höfe, die Smenkyz d. A. und sein Sohn bewohnen, mit al­len zugehörigen Rechten, Zinsen, Ackern usw., ferner einen Acker gen. under der sieden in derselben Gemarkung nebst den zu den genannten Gütern gehörigen Häusern, in denen Sibodo (Sybado) und Heinrich gen. Wetter (Wethere) wohnen, sowie die jährliche Abgabe des so­genanntenVogtweizens (voytweze) von diesen Gütern. Darüber hinaus gewähren sie den Landsiedeln auf den erwähnten Gütern das Recht der Holzmark (widemarke) in den Waldungen Langendorf und Fehr­berg (Verherberg). — Zeugen: Landgraf Otto d. Jg. von Hessen; Rü­diger, Pleban zu Treysa (Treyse); Johann, Pleban zu Rauschenberg (Ruszenberg); Tilemann, Notar Landgraf Ottos; Ditmar, Notar Graf Gottfrieds; Ludwig von Marburg, Wigand gen. Fraz, Gottfried von Winnen (Winden) und Konrad gen. Vogel (Pegel), Ritter; Sibodo (Sy­bado), Ludwig gen. Waldvogel (Waltfogel), Eckehard gen. [von] Dut­telnburg (Thodelburg) und Konrad von Erfurtshausen (Erwershusen), Rittergenossen (militare9); Heinrich von Wohin (Waraha), Siegfried von Warnback und Ditmar Zeller (Cellere), Schöffen zu Rauschenberg. — Siegler: die Aussteller. — Datum ei actum in Cygenhayn a. d. 1300, sabbato ante dominicam querantatur quasi modo geniti.

A. Ausf., Perg. — Sign.: Num. 900. ‑ Beide urspr.anh. Sg. fehlen.

C. Abschrift, Kopiar D 41, Nr. 430a (mit beigehefteter dt. Übersetzung, Nr. 430). Druck: Kudhenbedrer, Analecta Hass. XI, S. 172‑174.

Regest: Grotefend, Landgr.Reg, 1, Nr. 404, S. 145.

902  7  1300 April 25

Die Brüder Ludwig und Philipp gen. Waldvogel (Waltfogil), Ritter­genossen (mifitares), verkaufen mit Zustimmung ihrer Schwester Gela d. Jg. und ihrer übrigen Schwestern ihre Güter in Dorf und Gemarkung Salmshausen (Salmanshusen) samt allen Rechten, Häfen und sonstigem Zubehör an das Kloster Haina und leisten Verzicht. Für die unmündige Gela setzen sie Ritter Wigand gen. Fraz und die Rittergenossen Wi­gand, Schultheiß zu Treysa, Volpert gen. Waldvogel und Dietrich von Linsingen zu Bürgen, die, falls Gela nicht bei Erlangung der Voll­jährigkeit verzichtet, in Treysa Bürgschaft leisten werden. ‑ Zeugen: Rüdiger, Pleban zu Treysa; Rudolf von Leimsfeld (Lumesfelt), Ritter; Bruno von Itzenhain (Eyzinhan), Wäppner; Rudolf gen. Floge und sein Sohn Arnold, Konrad gen. Wasmuth, Ditmar gen. Rode und sein Bruder Johann, Schöffen zu Treysa (Treisa). — Siegler: die Stadt Treysa (Tresa). — Datum a. d. 1300, in die beati Marei ewangeliste,

A. Ausf., Perg., wegen Moders aufgezogen. — Urspr. anh. Sg. fehlt. — Vgl. Inventar R 84, Nr. 435.

 

71     1305 September 28

Die Rittergenossen Ludwig Waldvogel nebst Ehefrau Agnes und sein Bruder Philipp verkaufen dem Kloster Haina ihre sämtlichen Güter im Dorf Riebelsdorf (Rybelsdorfe) und in den Wüstungen Melshausen (Meylshusen) und Hodtenhausen (Huckenhusen) und ihrer Gemarkung. Sie geloben Währ­schaft, für die Ludwig, Volper% Konrad und Eckehard (.....), notfalls mit Einlager, bürgen. — Zeugen: Rudolf F(loy)ge d. A., Konrad von Alsfeld (Alisfelt), Arnold (Floige) d. J.,. Ludwig Qua(nz), die Brüder Ditmar und Johann Rode, Schöffen zu Treysa; Rudolf von Wiera ((Wira)ha), Bürger ebd. — Siegler: die Stadt Treysa — Datum a. d. (1305, 4. kalendas) uctobrisb.

A. Anal., Perg., dureb Moder stark besrh., aufgeklebt. — Rüdcv. (überklebt): Lud. Walfogit super vendicione bonorum in villa Reybildorf, Meylshusyn, Hucken­husyn et in terminis earnndem so&tu&num, 1305. — Urspr. anh. Sg. fehlt. ‑ Vgl. Inventar R 84, Nr. 430.

Inventar: Rybe(edor$; vgl. den Rüävermerk.

Ergänze aus dem Inventar,. das allerdings als Jahr 1308 gibt; vgl. dazu den Rückvermerk

 

87     1306 August 9

Konrad (Krug, Wäppner, und seine Ehefrau Irmtrud) verkaufen dem Kloster Haina mit Zustimmung ihres Sohnes Konrad ihre sämtlichen (Güter zu Allendorf an der Landsburg (in minori villa Aldendorf iuxta montem Gerstenberg)) samt Zubehör. Sie geloben Währschaft und setzen dafür Ritter Eckehard Sverzel und P(hilipp Waldvogel) zu Bürgen, die notfalls in Treysa (These) Einlager leisten. — Zeugen: Ludwig Waltfogel, Wäppner; Rudolf Fleyge, sein Sohn Arnold, Ludwig Quanz, Johann Rode und Gottfried Hoke­mütb, Schöffen zu Treysa; Rudolf von Wiera (Wiraha), Bürgermeister ebd. — Siegler: die Stadt Treysa. — Datum a. d. 1306, in vigilia sancti Laurencii.

A. Ausf., tat., Perg., Teile durch Moder zerstört, Reste aufgeklebt. — Urspr. abb. Sg. f . — Vgl. zur Ergänzung des Inhalts Inventar R 84, Ne. 349.

88        1306 August 10

Wäppner Ludwig und Kleriker Konrad von Heimbach (Hembach), Brüder, verkaufen dem Kloster Haina ihrer schweren Schulden wegen ge­samter Hand mit ihrer Mutter Adelheid' und Denhard [von Hebel], dem Sohn ihrer verstorbenen Schwester, sowie mit Zustimmung ihrer Großmutter Adelheid von Heimbachz  und ihres [Oheims] Konrads für 30 Mark köl­nischer Pfennige, 3 Heller auf einen Pfennig gerechnet, die Hälfte aller ihrer Güter im Dorf Ascherode (Eschenradere) samt Rechten und Zubehör, dieihnen nach dem Tod ihrer Großmutter als väterliche Erbschaft zufällt; sie wollen nach dem Tod der Großmutter Währschaft leisten. Sie hatten die Güter, wie es das Recht verlangt, zunädtst ihrem Miterben und Oheim Konrad von Heimbads zum Kauf angeboten; da er aussddug, konnte der Verkauf mit seiner und seiner Ehefrau [Petronilla] Zustimmung erfolgen. Adelheid, Witwe des verstorbenen Ritters Bruder Bruno von Heimbach, gibt ihre aus­drüdtliche Zustimmung. — Zeugen: Helwig von Rüdtershausen (Ruken­huren) und Gerlach von Leimsfeld (Lumesfelt), Ritter; die Brüder Ludwig und Philipp Waltfogel, Konrad Waltjogel und Heinrich von Ehringshausen (Yringesbusen), Wäppner; Rudolf Fleygo, Ludwig Quanz, die Brüder Dinnar und Johann Rode, Arnold Fleyge, Johann von Marburg, Heinrich von Grenzebach (Grinzenbac) und Rudolf auf dem Rain (Ufmereyne), Schöffen zu Treysa; Rudolf von Wiera (Wiraha) und Gottfried Wazmudi, Bürger ebd. — Siegler: die Stadt Treysa. — Datum a. d. 1306, 4. idus augusti.

A. Ausf., las, Perg., durch Moder besch., aufgeklebt. — Urspr. anh. Sg. fehlt.

r Witwe Ritter Denhards von Heimbach; vgl. bereits Bd. I und oben, Nr. 23 und 53; auch unten, Nr. 89 und 97.

Witwe Ritter Brunos von Heimbade, Konversen zu Hain; vgl. weiter unten und Nr. 97.

Sohn Ritter Brunos und Bruder Denhards von Heimbade, vgl. unten, Nr. 89 und 128; die nur z. T. erhaltene Verwavdrsd,aftsangabe in der obigen Urkunde muß wohl filii (Bronnes an> toste gelesen werden.

 

113                  1308 April 18 

Graf Konrad von Wallenstein (Waldynsten) genehmigt den Verkauf

der Güter zu Holzburg (Alsborch), die Volpert Waltfogel von ihm zu Lehen trug und ohne Genehmigung nicht verkaufen konnte, an das Kloster Haina und übereignet diesem die Gütern. — Zeugen: [. .] e gen. Duther, Burgmann des Grafen; Wigand Stbero,  Bürger zu Homberg (Hohenberg); Jordan, Amt­mann des Vogts Ludwig von Romrod (Römerode) zu Alsfeld (‑dis); Konrad

zu Verna (Verne). — Siegtet: der Aussteller. — Datum 14. kalendas maii a. d. 1308.

A. Ausf., tat., Perg.. aufgeklebt. — Anh. DreiedkSg. des Grafen (wie zu Nr. 1/802). Druck: Kudsenbedser, Analecra Hass. XI, S. 175.

Vorname fehlt.

Für Verkauf und Auflassung vgl. unten, Hr. 119.

 

115      1308 Mai 10

Ritter Rudolf Crag von Josbach (Jazbach) und seine Ehefrau Gertrud verkaufen dem Kloster Haina mit Zustimmung ihrer Söhne Mengot gen. Gnibe, Konrad, Gottfried, Rudolf, Ludwig und Wigand das ihnen zustehende Viertel des Zehnten vom Dorfe Gerwigshain (Gerwishayn) samt Zubehör und Redrten und geloben Währschaft — Zeugen: Friedrich von Obenrod (Obenrade), Pleban zu Albshausen (Albolshusen), Ditmar, Pleban zu Anze­fahr (Anzevar), Priester; Andreas, Kleriker, Sohn Ritter Widerulds von Anzefahr; Konrad Vogel, Friedrich von Schwarzenberg (Svarcenberg) und Widerold von Anzefahr, Ritter; Otto von Schurfheim (Schorpheyn), Ludwig Waltfogel und Johann [von Obenrod?], Wäppner; Ditmar gen. Alde, Bürger­meister zu Raustbenberg (Ruscbenberg), und Rupert von Bracht (Brathfe),. Schöffe ebd. — Siegler: die Stadt Rauschenberg. — Datum a. d. 1308, 6. idus man.

A. Ausf., lat., Perg. — Depos. — Sign.: Num. 357. — Abb. RundSg. der Stadt Rau­. schenberg (wie zu Nr.1/864), gut erhalten.

 

117   1308 Mai 30.

Hedwig, Ehefrau des Ritters Ludwig Waltfogel, verkauft dem Kloster Haina mit Zustimmung ihres Mannes das ihr vom Kloster auf Lebenszeit überlassene Recht an dem Leinzehnten (decima Uni) in Dorf und Gemarkung Loshaüsen (Lazhusen), für das sie jährlich ein Tischtuch (mensale) gab. Sie leistet Verzicht und erklärt etwa noch vorhandene Urkunden des Klosters

über den Leinzehnten für ungültig. — Zeugen: die Brüder Rudolf und Ger­lach von Leimsfeld (Lumesjelt), Ritter und Burgmannen zu Ziegenhain; Arnold Fleygo, Rudolf von Wiera (Wiraha), die Brüder Ditmar und Johann Rode und Wigelo Hokemuth, Schöffen zu Treysa. — Siegler: die Stadt Treysa. — Datum a. d. 1308, 3. kalendas iunii.

A. Ausf., lat., Perg., wegen Moders aufgeklebt. — Urspr. anh. Sg. fehlt

 

118      1308 Juni 13

Ritter Ludwig Waltfogel und seine Ehefrau Hedwig verkaufen dem Kloster Haina mit Zustimmung ihrer Söhne, der Wäppner Konrad und Lud­wig, und ihrer übrigen Kinder zwei ihnen gehörige Acker in der Feldmark des Hofes Ransbadt (Ramesbaeh), die bis zu der hinter dem Hof gelegenen Wiese reichen, samt allen Rechten; Ludwig und seine Söhne geloben lebens­länglirhe Währsdtaft. — Zeugen: die Brüder Rudolf und Gerlach von Leims­feld (Lumes)elt), Ritter und Burgmannen zu Ziegenhain; Arnold Fleyge, die Brüder Ditmar und Johann Rode, Wigelo Hokemüth und Rudolf von Wiera (Wiraba), Schöffen zu Treysa. — Siegler: die Stadt Treysa. — Datum a. d. 1308, idus iunii.

A. Ausf., lat., Perg., durch Moder besds., aufgeklebt. — Urspr. anh. Sg. fehlt. — Vgl. /Invevtar R 84, Nr. 598.

 

119    1308 Juni 13

Volpert Waltfogel, Rittergenoß und gewesener Schaltheiß zu Treysa, verkauf dem Kloster Haina gesamter Hand mit Ritter Ludwig Waltfogel und dessen Söhnen, den Wäppnern Konrad und Ludwig, seine sämtlichen Güter im Dorf Holzburg (Halsburg) samt Zubehör, leistet Verzicht und gelobt, alle Einsprüche abzuwenden. Ritter Ludwig und seine Söhne stimmen ausdrücklich zu und verzichten auf alle Rechte. Volpert gelobt Währschaft, für die er Ludwig und dessen Söhne sowie die Wäppner Philipp Waldfogel und Heinrich von Ehringshausen (lring(..>husen), seine Verwandten, zu Bür­gen setzt. — Zeugen: D(itmar), Notar der Gräfin Mechthild von Ziegen­hain; Eckehard Sverzel, Ritter; Arnold Fleyge, die Brüder Ditmar und Johann Rode, Rudolf von Wiera (Wiraha) und Wigelo Hokemuth, Schöffen zu Treysa; Gottfried Hnkenvkh, Bürger ebd. — Siegler: die Stadt Treysa. ‑ Datum a. d. 1308, idus a iunii.

A. Ausf., lar., Perg., durch Moder besrh., aufgeklebt. — Urspr. anh. Sg. fehlt. — Vgl. Inventar R 84, Nr. 667.

In einer zweiten Urkunde vom selben Tage läßt der Wäppner Volpert Waltfogel, vordem Schuhheiß zu Treysa, dem Grafen Konrad von Wallenstein (Waldem[eyn) die von ihm lehnrührigen Güter in Dorf und Gemarkung Holzburg mit der Bitte um Dbereignung an da Kloster Haina aufs. Siegler: die Stadt Treysa. Datum wie oben. (A. Ausf., lat., Perg., wegen Moders aufgeklebt. Urspr. abb. Sg. fehlt. Vgl. Inventar R 84, Nr. 690).

Vor idu, ist hier wie in der unten genannten Aufassungsurkunde eine größere Lücke gelassen (entsprechend euch bei Nr. 118).

1 Vgl. bereits oben, Nr. 113.

 

152      11310 März 21

Konrad Crdg, Wäppner, und seine Ehefrau Hildegard• verkaufen dem Kloster Haina ihre sämtlichen Güter in Dorf und Gemarkung Josbach (Jaz­bach), die eigen und zehntfrei sind, samt Zubehör und Rechten. Konrad und sein Schwager, der Wäppner Friedrich von Langenstein (‑steyn), geloben rechtsübliche Währschaft, für die sie den Priester Fekehard, Pleban zu Mom­berg (Mumenberg), die Brüder Ritter Gerlach und Konrad Crüg und die Wäppner Ludwig von Linsingen, Konrad von Loshausen (Lazhusen) gen. Waltfogel, Konrad von Marburg und Ludwig Waltage( zu Bürgen setzen, die sich bei Aufruf binnen Monatsfrist in der Herberge in Amöneburg oder Treysa zum Einlager stellen; Konrad, der Sohn Ritter Nodungs, schließt sich der Bürgschaft an. — Zeugen: Eckehard, Pleban zu Momberg; Konrad Grethe,

Vizepleban zu Schönberg (Schonenberg); Gerlach Crüg und Konrad von Wahlen (Walen), Ritter; Konrad Crüg, Konrad von Loshausen gen. Walt­fogel, die Brüder Edsehard.und Bruno von Momberg, Heinrich von Gleimen­hain (Glymenhayn) und Ludwig Waltjogel, Wäppner und Burgmannen zu Neustadt (Nuenstad); Ludwig Harte, Bürgermeister ebd.; sein Sohn Ludwig, Gerlach von Riebelsdorf (Rybelsdor)), Johann Malz, Hartrad von Momberg, Schöffen ebd.; Ulrich und Gerlach, Bürger der Stadt. — Siegler: die' Stadt Neustadt. — Datum a. d. 1310, 12. kalendas aprilis.

A. Ausf., lat., Perg. —. Deoos. — Sign.: Num. 576. — Anh. RundSg. der Stadt Neustadt (wie zu Nr. I/852).

C. Abschrift, Kopfar. K. 234a (D 41), Nr. 448 (Zeugenreihe verkürzt).

Name der Ehefrau auf Rasur.

 

217      1313 September 15

Graf Johann von Ziegenhain und seine Gemahlin Lutgard übereignen dem Kloster Haina zum Seelenheil von Johanns verstorbenem Vater Graf Gottfried ihre Mühle gen. der Ossikhen mülen an der Wohra (Waraba) bei Rausdsenberg samt Mühlstätte und Zubehör, wie dies bereits Graf Gottfried gesamter Hand mit Gräfin Mechthild getan hatte'. Dafür soll man im IUoster am 30. November (in die beati Andree) das Jahrgedächtnis Graf Gottfrieds begehen, wobei der Konvent aus den Erträgen versorgt werden soll. Die Verpflichtung entfällt, wenn der Graf oder seine Erben das Kloster im Besitz der Mühle stören. — Zeugen: Ditmar, Notar des Grafen; Eberwin von Elkerhausen, Johann Rydesel, Gerlach von Leitnsfeld (Lumesfelt), Eckehard Swerzel, Eckehard Cüpelen, Helwig von Rückershausen (Rukersh.), Gerlach von Lüder (Ludere) und Ludwig Slegeren d. Jg., Ritter; Ludwig von Heim­hoch (Hem‑), die Brüder Philipp und Ludwig Waltfogele, Hermann von Rückershausen und Konrad von Erfurtshausen (Erversh.), Rittergenossen; Rulo von Wiera (Wyraha) und Wigand Hokemüth, Schöffen zu Treysa. ‑ Siegler: der Aussteller. — Datum a. d. 1313, 17. kalendas octobris.

A. Ausf, lat., Perg. — Depos. — Sign.: Num. 742. — Anh. RundSg. des Grafen (wie zu Nr. 140).

C. Absduiß, Kopier K 234a (D 41), Nr. 428 (Zeugenreihe verkürzt). 1 Nicht urkundlich belegt.

 

272      1317 Januar 10

Die Brüder Ludwig und Philipp Waltfogel, Wäppner, leisten gemein­sam mit ihren Ehefrauen Agnes und Kunigunde sowie ihren Schwestern Gertrud, Jutta. und Elisabeth auf alles Recht auf die zwischen ihnen und dem Kloster Haina strittigen Güter im Dorf Zella (Cella) und zu Salms‑hausen (Sabnanshusen) Verzicht. — Zeugen: Arnold von Windhausen (Wint­husen) und Helwig Sl(e)geren, Ritter; Dilo von Linsingen und Gernand Ubiladrr, Wäppner; Konrad Grebe, Bürgermeister zu Gemünden; Ludwig Voyt, Bürger ebd.; Rüdiger von Moisdeid (Moyscheyt). — Siegler: Graf Johann von Ziegenhain. — Datum a. d. 1317, 4. idus ianuarü.

A. Ausf., lat., Perg., durch Mode, beseht, aufgeklebt. — Urspr. iah. Sg. fehlt. — Vgl. Inventar R 84, Nr. 474.

 

287      1317 Oktober 27

Ritter Ditpern von Rürkershausen (Rukershusen) und seine Ehefrau Bertha verkaufen dem Kloster Haina mit Zustimmung der Geschwister Dit­perns, des Ritters Helwig, der Wäppner Bruno, Hermann und Arnold und der Begine Hedwig, sowie der zugehörigen Ehefrauen Bertha und Elisabeth ihren gesamten Zins von drei Gütern des Klosters in Dorf und Gemarkung Röllshausen (Relysbusen), genannt die Güter Svarceris, die Güter Konrad Dilemannes und die Güter im Graben (in fossato), samt Zubehör. Sie ge­loben‑Währsdtaft. Die Geschwister erkennen den Verkauf ausdrücklich an und leisten gemeinsam mit den Verkäufern Verzicht. — Zeugen: Ditmar von Wahlen (Walen), Ritter; Konrad Crüg von Dittershausen (Dithartish.), Konrad Waltfogel, Wäppner; Wigand [Hochgemut], Sehulthei6 zu Treysa; Ludwig Quanz, Arnold Fleygo, Johann Rode, Mengot Larbmnn, Mengot Stuzze und Ludwig von Steyndal, Sdtöffen ebd. — Siegler: die Stadt Treysa, Ditmar von Wahlen und Helwig von Rückershausen, Ditperns Bruder. ‑ Datum a. d. 1317, 6. kalendas novembris.

A. Ausf., lat., Perg., wegen Moders aufgeklebt. — Urspr. 3 Sg. anh. 1. (neu befestigt) Rundsg. der Stadt Treysa (wie zu Nr. 1/561); 2. und 3. fehlen. — Vgl. Inventar R 84, Nr. 5e..

In einer zweiten Urkunde vom gleichen Tage bürgen die Ritter Ditmar von Wahlen und Helwig von RUdaershausen und die Wappnen Konrad Crs g von Dittershausen und Konrad Waltiegel für die von Ritter Ditpern und seiner Ehefrau Bertha über­nommene Währschaft für diesen Verkauf und geloben, notfalls binnen 14 Tagen in der Herberge in Treysa Einlager zu leisten. Siegler: die Ritter Diener und Hebrig. Datum wie oben. (A. Ausf., hat., Perg., wegen Moden aufgeklebt. Urspr. beide. Sg. anh. 1. DreiedtSg. Ditmars, wie zu Nr. 286; 2. fehlt. Vgl. Inventar R 84, Nr. 626).

 

465      1332 Juli 11

Ritter Johann von Leimsfeld (Lumelsfetd) und seine Ehefrau Albrad bekunden, daß das Kloster Haina ihnen gestattet hat, auf ihrem vordem von Volpracht Viernekorn inngehabten Hof zu Herzpausen (Hertzbusen), so­lange sie den Hof bebauen, Schafe zu halten, wofür sie dem Kloster unabhän­gig von der Anzahl der Schafe jährlich 1 Lamm und 1 Schilling PfennigeTrey­saer (Treyscher) Währung als Zehnten geben. An dem Zehnten des Klosters zu Herzpausen haben sie und ihre Erben sonst keinerlei Recht. Falls sie den Hof bebauen ohne Schafe zu halten, steht dem Kloster wie üblich 1 Zehnt­huhn zu. — Zeugen: Eckehart von Rommershausen (Rumes‑) und Ludwig von Heimbach (Heyn‑), Ritter Philipp Waltfogel, [Edel]knedrt, Burgmannen zu Ziegenhain; Tile Vleysthhowere und [NN.] Kotzelrey, Schaffen ebd. —Siegler: die Stadt Ziegenhain. — Gegeben [...J narb Geistes gebdrtbe 1332 ja>g an deme nebesten sunebende vür sente Margareten tage der beyligen jungfrowen.

A. Ausf., dt., Perg., aufgeklebt. — Abh. (neu befestigt) RundSg. der Stadt Ziegen­hain, 6 cm, im Rund 8 strahliger Stern, U.: + SIGILLVM . VNIVERSITATIS CIVIV ‑ 1 ‑ CIGIHAN. — Vgl. Inventar R 84, Nr. 644.

 

479      1334 Juni 18

Die Brüder Ditmar und Ortwin Bisigele, Wäppner, bekunden, daß ihr Zwist mit dem Kloster Haina über das vormalige Dorf Ridtardshain (Ryrh­bartshein) beigelegt worden ist: Die Wüstung wurde in drei Teile geteilt. Dem Kloster Haina wurde ein Drittel, das von dem Weg bei Grenzebadr (Grinzin‑) nahe Ziegenhain bis zu dem Weidenstrauch zwischen Hermann Mirkele und den Ausstellern reicht, nebst dem von Hermann Mirkele, Dip­pelo Osterlendere und Johann, Götz Sbarshassis Eidam, gerodeten und be­arbeiteten Rottland als Eigengut zugesprochen. Das zweite, Mitteln genannte Teil erhielten die Brüder Ditmar und Ortwin, das letzte vor deine Wollbein genannte Drittel Johann von Linden (Lynden) und seine Brüder. — Zeugen: Johann von Leimsfeld (Lumesfelt), Ritter Philipp Waltvogel, Konrad von Rommershausen (Rumersbusin) und Emmerirh [von] Duttelnburg (Todelen

borg), Rittergenossen; Engel von Grenzebarh, Konrad von Rörshain (Rein­hartshein), Diener Wybelere, Götz Sharsaz, Konrad von Sachsenhausen (Sassinhusin), Landleute. — Siegler: Ditmar Bysigel, zugleich für seinen Bruder. — Gegebin f.  .J von Cristes gebort 1334 iar, an deine sunabede vere sente Johannis tage zu miteme summere.

A. AusL, dt., Perg., durch Moder besdr., aufgeklebt. — Urspr. abh. Sg. fehlt. —Vgl. Inventar R 84, Nr. 423.

 

499      1339 März 7

Die Brüder Johann und Helwig von Rückershausen (Rukershusen), Wäppner, und Johanns Ehefrau Jutta, bekunden, daß sie ihrem Oheim Bruno von Rüdcershausen den diesem erblich zugefallenen 15. Teil der Geridsts­barkeit. und Herrschaft über die Dörfer und Gemarkungen Röllshausen (Reyleshusen), Salmshausen (Salmans‑), Schönberg (Sonenberga) und Röll­hausen (Rulde‑) abgekauft haben, und verkaufen die Hälfte dieses Anteils für 35 Mark Aachener Pfennige bar an das Kloster Haina'. Sie leisten mit Mund und Hand Verzicht. Für die Währschaft bürgen Ludwig Waltfogel, dessen Verwandter Johann Waltfogel und Rupert Borhoch, die bei Bedarf binnen 8 Tagen in Treysa Einlager leisten; ein verstorbener Bürge ist binnen Monatsfrist zu ersetzen. Johann und Jutta versprechen, daß ihr Sohn Helwig, sobald er volljährig ist, ebenfalls verzichtet. Die Aussteller verpflichten sich weiter, die zweite Hälfte des von Bruno erworbenen Anteils frühestens nach Jahresfrist zu verkaufen und dann zunächst dem Kloster anzubieten, das sie für weitere 35 Mark Aachener Pfennige erwerben kann. — Zeugen: Bruder Johann von Utphe (Odepbe b),  Großbursar; Bruder Johann von Altendorf (Aldindorph), Kellner; Bruder Denhard, Meister zu Raubade (Ramsparh);

Bruder Volpert, Hofmeister (rector Curie) zu Treysa; Hermann Kuppelen.. — Siegler: die Stadt Treysa. — Datum a. d. 1339, in dominica qua cantatur letare.

A. Ausf., lat., Perg., wegen Moders aufgeklebt. — Urspr. anh. Sg. fehlt. — Vgl. In­ventar R 84, Nr. 595.

B. Abschrift als 10. Stück des Romlos von c. 1380 (vgl. Bd. I, zu Nr. 584, B) und entsprechend in der Abschrift des Rotalus aus den 16. Jh.

Wetter unten: Srbonenberg.

b B: Utepe.

1 Frühere Erwerbungen weiterer Anteile vgl. oben Nr. 243, 261 und 326.

 

519      1343 Januar 5

Abt Ludwig von Hersfeld, Dekan Heinrich, [die'Mönche] Johann von Elben und Stephan von Viermünden (‑minne a) und der [übrige] Konvent des Stifts bekunden, daß sie wegen der nachfolgenden Güter, Einkünfte, Zehnten und Rechte Forderungen und Ansprüche gegen das Kloster Hains erhoben hatten: wegen der von den Priestern Bertold und Heinrich, Söhnen des weiland Volpert Lintorfer, erkauften Gütern im Dorf Riebelsdorf (Ribels‑b) und den zugehörigen Wüstungen Horkenhausen e und Melslausen 1,wegen der von den Brüdern Ludwig und Philipp Waltfogel erkauften Güter ebd. und im Dorf Salmshausen (Salmansbusen)n wegen der von dem Ritter Loewenstein [von Loewenstein] erworbenen Güter in den Dörfern Röll­hausen (Ruldebxsen) und Schredcsbadt (Screkispach)s, wegen Gütern zu Ge­roldsrode (Geroldis‑d), Gungelshausen (Gundilsbusen) und Herkershausen (feckirshusen)4, Zehnten und Gütern in sämtlichen Dörfern Leimbach (Leymbacb)s  und Gütern im Dorf Emelshausen6, wegen der von Volpert Nodung, dessen Brüdern und Volpert Waltfogel [erworbenen] Güter im Dorf Loshausen (Lazhusen)z  und weiteren Gütern ebd., wegen der von Ritter Ludwig von Heimbach (Heym‑), seinen Miterben und einem gewissen Crug

erkauften Gütern im Dorf Ascherode (Eschinnrdernl)s  sowie wegen des Zehnten im Dorf Verna (Virnez)o. Auf all diese Güter und ihre lehnsherr-

licben Rechte daran wie alle sonstigen, hier nicht genannten Güter, die das Kloster Haina durch Kauf, Schenkung, Tausch oder Vermächtnis von Hers­felder Vasallen und Lehnsleuten erworben hat, leisten sie hiermit Verzicht

und übereignen etwaige Lehnsgüter, soweit das noch nicht geschehen ist, an

Hains. Sie verzichten hinsichtlich dieser Güter auch auf alle päpstlichen oder kaiserlichen Privilegien. Das Kloster Haina soll jedoch künftig keine weiteren Hersfelder Einkünfte und Güter ohne vorherige Zustimmung erwerben", ausgenommen die zum Hof Zella (CelLt) zinspflichtigen Güter. Hersfeld be-

hält sich das urkundlich festgelegt Rüdskaufsrerht auf diesen Hof weiterhin vor. Daß Haina der in jener Urkunde enthaltenen Verpflichtung, Art und Umfang [dazuerworbener] Güter nach Hersfeld zu melden, bisher nicht genügt hat soll kein Grund zu einer Klage seinrt. — Zeugen: hdie Brüder Johann von Treysa, Prior zu Haina, Tilemann von Homberg (Hobinberg),

vordem Abt ebd., Johann (von Allendorf), Kellner, und Johann von Fran-

kenberg (Vrankynberg),‑  Bursar des Klostersh; die Ritter Simon Vogt zu Homberg (Hoinberg9), Ludwig von Baumbach (Boom‑), Amtmann zu Boten-

burg (Rodinbergk), Bertold von Weiers (Wiersl) Marschall zu Krainberg (Creynberg), und Volpert Keiner. — Siegler: Abt Ludwig und der Konvent.

— Datum a. d. 1343, ianuariim.

Ar. Ausf., lat., Perg. — Beide Sg. anh. 1. spitzov. Sg. des Abts, c. 7,5 x 5,2 cm, auf tierkopf‑verzierter Sella sitzender Abt mit Mitra, erhobener Segenshand und Stab mit verzierter Krüdre, U.: (+S') LVDEWICI . DEZ ‑ GRA ‑ (HERS)FELDEN ECCLIE . ABBA(S); 2. spitzov. Sg. des Konvents (wie zu Nr. 1/246).

A2.Ausf., lat., Wortlaut z. T. geringfügig abweichend, Perg., durch Moder stark besdt.,

aufgeklebt. — Sg. fehlen.

A2: Virrninne.

b A2: Rybclsdorf.

e Aa: Hudein5nsen. d Ar Geroldisrade. s As: ‑iugil.

f Ae: Escbenrodern. s As: Vyrnen.

b h Die Haivaer Zeugen fehlen in As.

1As a dh hier: Hohin‑. k An: Rodyn‑.

1 Ax: Wyherer.'

tu As: in vigilia (epiphanie domini>; vgl. Nn 520.

r Vgl. oben, Nr. 262. • Vgl. oben, Nr. 71.

a Vgl. oben, Nr. 282 f.

 

521      1343 Januar 25

Abt Gerhard und der Konvent des Klosters Haina bekunden, daß zu dem Pronhof zu Zella (Cella), den sie zusammen mit einer Jahresrente von 20 Maltet Korn Hersfelder Maßes vordem von dem Stift Hersfeld wieder­käuflich erkauft haben', die nachfolgenden Zinsgüter gehören:

Johann Bettinhxsere zinst T/z Schilling Pfennige und 5 Viertel Hafer von der sog. Nonnen‑Hufe (de n:anso qui dicinm der nennen bebe), sowie 2 Gänse von dem Garten gen. der Spidein garte; von der Hufe des Grafen von Ziegenhain, auf der Rosther sitzt, fallen jährlich '/e Mark und ein Fastnachtshuhn, von Herrn Berthes Hufe (de mono qui vocatur gern Bethobes bube) 6 Schilling Pfennige; Vrone gibt 3 Schilling Pfennige und 2 Gänse von einem Garten; Rytter gibt von der Alten Sdmltheißen Gut (alde, sholtbeisen gut!) genannten Hufe 10 Schilling und 2 Gänse; Kope von Zella, der auf den Gütern Denbards von Hebel (Hebelde) zu Felsberg (Velsperg) sitzt, gibt 10 Schilling Pfennige jährlich; von den Gütern des Schule‑heißen zu Treysa und des Ludwig Kuppeln, auf denen der große Bertold (Gros¢ Bertold) hinter der Kirche sitzt, fallen ebenfalls 10 Schilling; der Müller zu Zella zinkt von der Mühle ebd. jährlich 26 Schilling Pfennige und 2 Gänse; Kunne gibt von einem Garten über der Mühle (hoher der malen) ebd. 1 Gans und Kurt Buch‑sarge von einem Garten 3 Schilling Pfennige, 2 Gänse und 1 Fastnadrtshuhn. im Dorf Loshausen (Lazhusen) fallen vom Hof derer von Rückershausen (Rxthersfiusin) bei der Brücke jährlich 37 Schilling Pfennige; von der Smzkzis bebe genannten

Hufe ebd. gehen Ludwig und Johann Waltfogel jährlich 15 Schilling Pfennige und 10 Viertel Hafer Treysaer Maßes. Im Dorf Asterode (Astinrode) fallen jähr­lich 22 Schilling Pfennige und 5 Pastnad,..hühner. Im Dorf Riebelsdorf (Rybils­dorf) gibt Reinhard von einer Kopen gut! genannten Hufe in [der Wüsmng] Hodsenhauscn (Hurkiuhnsen) 30 Pfennige und 1 Fastnachtshuhn. Ebenfalls in Rie­belsdorf hat Haina mit ausdrücklicher Genehmigung für 70 Mark Aachener Pfen­nige die vordem [Volpert] Lendorfer (Lyntdorfere) gehörigen Güter gekaute die zum Amt und Hof in Zella jährlich 1 Sd,effel (se$elinus) Weizen und 2 Gänse zinsen.

Die gesamten vorgenannten Güter, die Jahresrente von 20 Matter Korn wie Gericht und Hof zu Zella mit den dorthin zinspflichtigen Gütern und den Lendorfer'schen Gütern kann das Stift Hersfeld jederzeit für den vom Kloster Haina gezahlten Kaufpreis zurückkaufen. — Siegler: Abt Gerhard und der Konvent. — Datum a. d. 1343, in conversione beati Pauli apostoli.

A. Ausf., lat., Perg., wegen Moders aufgeklebt. — Rüdsv. (15. Jh., überklebt): Eyn copie aber dy Hersfeldesrhen guea. — Beide urspr. anh. Sg. fehlen. — Vgl. In-

ventar R 84, Nr. 844.

1 Vgl oben, Nr. 201 f., auch Nr. 519 f.

2 Vgl. oben, Nr. 262, auch Nr. 519.

a Trotz des Vermerks ist die von der Hand der Quittung Nr. 522 geschriebene Urk. eindeutig eine Ausf., allenfalls eine Zwekausf. Sie fehlt unter den Urk. des

Stifts Hersfeld.

 

773      1378 August 10

Kunzel, jetzt Ehefrau Johanns von Merlau (‑auwe), und ihr Sohn Johann (Henne) Lippes gen. Waldvogel (Waltjugil)r  vergleichen sich mit dem Kloster Haina über ihre Ansprüche auf den Wald gen. der Sturrich. Auf Anraten Johanns von Merlau und anderer Freunde leisten sie auf alle An­spräche und Forderungen auf den Forst und sonstige gegenwärtigen und künftigen Rechte an dem Walde Verzicht. — Sieglet: Johann Lippes und sein Stiefvater Johann von Merlau, der seine ausdrückliche Einwilligung erklärt. — Datum a. d. 1378, ipso die beati Laurentii martiris.

A. Aug., dt., Perg., wegen Moders aufgeklebt, Schrift stark verblaßt. — Urspr. 2 Sg.

abh. 1. gninlidwm Wada RundSg. des Johann Waldvogel, 2,4 cm, Schild mit

rechrsscb,‑äg gestelltem Kesselhaken, U.: + S IOHIS WALTVOGIL; 2. fehlt. C. Abschrift, Kopiar K 234 b (D 42), Nr. 244.

r Witwe und Sohn des Wäppners Philipp Waldvogel zu Ziegenhain, der dem Kloster Haina gemeinsam mit seinem Bruder Ludwig i. d. J. 1300ff. verschiedene Besitzstücke in Bereich der Dörfer Zella ‑ Selmshausen ‑ Riebelsdorf veräußert hatte; vgl. dazu Bd. 1, Nr. 902, und oben, Nr. 71, 272 u. ö. Dazu auch die von der Witwe des 2. Sohnes nebst Töchtern ausgestellte Verzichturkunde vom glei­chen Tage, Nr. 774, in deren Rtidcvormerk die Lage des Waldes Sturrich oberhalb Zellas erwähne wird.

13/8 Jan. 4 — £No .

Siegel des Johann Waltfogel abgelichtet von obiger original Urkunde vom 10 August 1378.

Siegel trägt einen linksgewendeten Kesselhaken ,das damalige Wappen der Familie Waltfogel.Das Siegel hat einen durchmesser von 24 mm und die Umschrift ist in lateinischer Sprache in einer Mischung von Majuskeln der Caitalis quadrata und der Unziale; sie lautet :

+ S IOHIS WALTFOGEL
+ SIGILIUM JOHANNIS WALTFOGEL
+ SIEGEL DES JOHANN WALTFOGEL


774      1378 August 10

Gele von Lehrbare (Lauwerbadi), jetzt Ehefrau Siegfrieds von Bieden­feld, sowie die [Halb]schwestern Kunne (Wald‑)vogel (Voegelina), ihre Stieftocher, und Gele Waldvogel (Wildvogelin a),  ihre Tochter, verzichten

(zugunsten des Klosters Haina) auf alle bisher von ihnen erhobenen An­sprüche auf den Wald Sturrich. — Siegler: Siegfried von Biedenfeld. ‑

Datum a. d. 1378, in die beati Laurencii martiris gloriosi.

A. Ausf., dt., Perg., wegert Moders aufgeklebt, Schrift fast völlig zerstört. — Rürkv. (nur absdsr(ftlirh erhalten): von dem walde Sturrir/, bober Tzelle. — Abb. Rund­Sg. Siegfrieds, 2,2 cm, Schild mit aufrechtem Doppelhaken (Wolfshaken) nach link, U.: f S' SYFRIDI DE Bl(DENFELT). — Zur Ergänzung des Inhalts vgl. Inventar R 84, Nr. 354.

Offensichtlich verderbte Lesungen des Inventars.

r Witwe und Töchter des 1359/60 genannten Ludwig Waldvogel zu Ziegenhain, des wohl jüngeren Sohnes von Philipp W. und Bruder Johanns, vgl. Nr. 773. Die genealogIschen Zusammenhänge ergeben sich u. a. aus einer Urk. von 1379 Aug. 1 (Urk. GR Ziegenhain), in der sieh Siegfried von Biedenfeld und seine Ehefrau Gertrud (Gele), die Schwester Hartmanns von Lehrbach, mit Graf Gottfried von Ziegenhain über eine Schuld der Ziegenhainer an Gertruds verstorbenen Ehemann Ludwig Waldvogel von Ziegenhain vergleichen; 1389 Nov. 7 urkundet Johann Waldvogel gemeinsam mit Lotzin Wah/ogils Töchtern Cuntzele und Gele für Kl. Immidrenhaln; Kunzel oder Kunne, damals mit Konrad Finke verheiratet, war somit eine ersteheliche Tochter Ludwigs.


841     1393 Dezember 24

Abt Johann von Haina bekundet für seinen Konvent, daß die geistliche Jungfrau Else Waltfogels zu Immidrenhain (Ymmecbenbeyn) statt der hier­mit aufgehobenen Gülte, die sie vordem von seinen Vorgängern gemäß der darüber ausgestellten besiegelten Urkunde erkauft hatte, hinfort auf Lebens­zeit 2 Malter Hafer Treysaer Maßes aus dem Klostergut zu Röllshausen (Reylsbusin), das derzeit Heinz Henriebis bebaut, und 1 Mark Pfennige Trey­saer Währung aus 2 Gärten des Klosters ebd., die derzeit Lotz Hesse und Henichen Weypelin innehaben, erhalten soll. Mit ihrem Tode fallen die Abgaben an Haina zurück, und die Urkunde wird ungültig, wie auch die sonst darüber von Haina ausgestellten Urkunden. — Siegler: der Abt. ‑ Datum a. d. 1393, in vigilia nativitatis domini.

A. Ausf., dt., Perg. — Urk. Kl. Immichenhain. — Anh. spiaov. Sg. des Abts, 4 x 2,7 an stehender Abt mit Stab (rechts) und geöffnetem Buch, U.: + S FRAT ‑ /0‑ HIS • (ABBA)TIS ‑ DE . AVLISBVRG. (s. Siegeltafel Abb. 8).








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